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Zum Umgang mit ihrer Trommel:

- Anleitung zum Nachspannen ihrer Trommel -

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Sie sind Besitzer einer schnurbespannten Trommel. Damit Sie lange Freude an Ihrem Instrument haben, beachten Sie bitte folgende, grundsätzliche Hinweise:

Vermeiden Sie Stöße und schützen Sie insbesondere Felle und Schnüre vor spitzen und scharfkantigen Gegenständen. Beschaffen Sie sich für den Transport einen geeigneten Sack.

Eine Trommel reagiert sehr empfindlich auf Veränderungen der Temperatur und vor allem der Luftfeuchte. Schützen Sie sie daher vor starken Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsschwankungen. Grundsätzlich ist eine trockene Umgebung besser; aber achten Sie darauf, daß das Trocknen nicht zu schnell vonstatten geht. Stellen sie Ihre Trommel nicht in die unmittelbare Nähe von Heizquellen. Ein normales Raumklima ist optimal.

Die Spannung des Fells und damit die Tonhöhe und der Klang sinken bei höherer Feuchte erheblich. Sollte dies der Fall sein, so ist es unter Umständen ratsam die Trommel vorsichtig zu erwärmen. Dadurch trocknet die Haut und die Spannung erhöht sich. Man sollte dies jedoch, wie gesagt, sehr vorsichtig und mäßig tun, da sonst sowohl das Fell wie auch der Holzkörper Schaden nehmen können. Oft ist es ausreichend, die Trommel einige Zeit in einem normalen Raumklima zu bewahren, um die gewünschte Spannung wiederherzustellen.

Es muß jedoch beachtet werden, daß auch das Holz des Körpers auf Änderungen der Luftfeuchtigkeit reagiert. Dies geschieht zwar wesentlich langsamer, aber in nicht minder großem Umfang. Wird das Holz trockener, so schwindet es. Dadurch wird der Durchmesser des Körpers kleiner; entsprechend sinkt die Spannung. Das Holz verhält sich also genau entgegengesetzt wie das Fell und es läßt sich nicht von vornherein sagen, ob sich dies genau ausgleicht, oder ob die Reaktion des Holzes oder des Fells überwiegt. Dies wird auch davon abhängen wie lange die Trommel bereits im Gebrauch ist, und unter welchen klimatischen Bedingungen sie gelagert wird.

Auf Ihre Trommel ist ein Naturfell gespannt. Dessen Spannung läßt aufgrund der bereits genannten Faktoren sowie von Materialermüdung des Fells und der Schnüre mit der Zeit meist etwas nach, anfangs mehr, später weniger. Um die Trommel entsprechend ihren Wünschen nachzuspannen, ziehen Sie die nun folgende Anleitung zu Rate:

Vorab ein paar grundlegende Ausführungen über die Schnurbespannung:

In der Regel brauchen wir dazu drei Ringe für einseitig bespannte und vier für beidseitig bespannte Trommeln.

Bei den einseitig bespannten Trommeln befindet sich ein Ring unten an der Trommel, der Fußring. Die beiden anderen sind am oberen Rand. Um den einen ist das Fell gelegt: der Fellring, der andere klemmt das Fell ein und zieht es nach unten: der Spannring. Um Fuß- und Spannring sind Schlaufen geknotet. Abwechselnd zwischen dem Fuß- und dem Spannring ist die Spannschnur – umlaufend um die Trommel- in diesen Schlaufen eingefädelt; diese beiden werden gegeneinander gespannt. (Abbildung 1)

Bei beidseitig mit Ringen bespannten Trommeln gibt es jeweils zwei Fell- und zwei Spannringe. Das Spannseil ist zwischen den beiden Spannringen eingefädelt; dabei werden diese beiden gegeneinander gespannt.

Zunächst wird am Spannseil eine Grundspannung hergestellt. - Im Allgemeinen ist dies nur bei einer Neubespannung nötig. – Diese Grundspannung kann nun weiter erhöht werden, indem die auf- und ablaufenden Längsseile mit dem freien Ende des Spannseils immer wieder seitlich auseinandergezogen werden. Dadurch entsteht das typische Rautenmuster. (Abbildung 2).

Das Nachspannen:

- Die Abbildungen zeigen eine Djembe, die gleiche Spanntechnik kann jedoch im Grundsatz bei allen schnurbespannten Trommeln angewandt werden. -

Man bedient sich dazu eines speziellen Knotens, der die Längsseile zusammenzieht und festhält:

Zunächst wird das freie Ende des Spannseils ( im folgenden Querseil genannt) über die beiden nächsten auseinanderliegenden Längsseile gelegt. Dann wird es unter dem vorderen und über dem hinteren Längsseil zurückgeführt und nun von von hinten nach vorne unter den beiden Seilen hindurchgefädelt. (Abbildung 3) Das Querseil hat jetzt die Form eines ‚Z‘ bzw. ‚S‘, je nach Richtung in der gespannt wird.

Wenn man nun, am besten unter Zuhilfenahme eines Stocks oder einer speziell dafür gefertigten Klemme, am freien Ende des Querseils zieht, werden die Längsseile zusammengezogen und springen schließlich so übereinander, das der Knoten sich selber hält. (Abbildungen 4 & 5) Dabei ist es ratsam, die Trommel gut festzuhalten. ( am besten die Trommel auf den Boden legen und mit den Füßen nach unten drücken beim Anziehen ) Dann das Seil schräg nach unten ziehen, so daß die Seile leichter übereinanderspringen können.

Der bei dieser Anleitung verwendete Knoten hält sich selber fest. Oft wird jedoch, gerade bei Trommeln aus Afrika, eine Umkehrung unseres Knotens verwendet. Dieser ist zwar geringfügig leichter zu ziehen, hält aber nicht von alleine und muß befestigt werden. Dabei führt man das Querseil zunächst unter den beiden nächsten Längsseilen, über das vordere und unter dem hinteren Längsseil zurück. Zieht man nun das Querseil an, so springen die beiden Längsseile auch übereinander. Das Querseil muß nun aber befestigt werden.

Die Spannung der Trommel hat sich nun erhöht. Dieser Vorgang kann solange weitergeführt werden, bis die gewünschte Spannung erreicht ist. Meist reichen wenige Knoten aus.

Es werden nacheinander immer die beiden auseinanderliegenden Längsseile zusammengezogen, bis rund um die Trommel eine Reihe von Knoten geschlossen ist. Um weiter zu spannen beginnt man eine neue Reihe, in der nun wieder die nächsten beiden auseinanderliegenden Längsseile zusammengezogen werden. Ist keine neue Reihe mehr möglich, müssen die Knoten wieder alle geöffnet und eine neue Grundspannung hergestellt werden. In der Regel wird dies nicht der Fall sein. Sollte es dennoch einmal nötig sein, können sie sich an mich wenden. Spezielle Werkzeuge sind dabei sehr von Vorteil.

Es ist auch möglich, daß in der Bespannung und im Fell durch widrige äußere Einflüsse Verspannungen entstehen. Die Trommel klingt dann nicht mehr ‚sauber‘. Diese Verspannungen lassen sich in manchen Fällen durch wohldosierte Schläge auf den Spannring mit einem Holz- oder Gummihammer beseitigen. Dabei sei jedoch zu großer Vorsicht geraten, denn dies erfordert etwas Erfahrung.

Das Fell einer Trommel ist oft bis zur Grenze der Belastbarkeit gespannt. Dadurch kann es natürlich geschehen, daß es beim Spannen, beim Spielen oder auch ohne irgend ein Zutun plötzlich reißt. Ein Naturfell verbraucht sich auch, je nach Beanspruchung mit der Zeit.

Sollte ihre Trommel ein neues Fell, neue Ringe oder Schnur benötigen, so können sie mich gerne ansprechen. Ich biete ihnen beste Materialien und einen kompetenten Service.

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Abbildung 1

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Abbildung 2

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Abbildung 3

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Abbildung 4

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Abbildung 5

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Hans ‘Rabe’ Freundshuber

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Atelier: Rothof 27, D-94152 Neuhaus,

Tel.: 0049 8531 135354 - mobil: 0049 151 56 87 54 28

rabensang@rabensang.de